Christiane Fichtner

Archivtexte Archivtext Mai 2003
      ¬ Rolf Thiele, Bremen/Galan
     
¬ Das Laotische Dorf
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Das Laotische Dorf ist ein Kooperationsprojekt der Académie Galan in Südwest-Frankreich und der Hochschule für Künste in Bremen.

Gründend auf der utopischen Idee des Gesamtkunstwerkes, geprägt von verschiedensten Versuchen und Experimenten, eine Form der künstlerischen Arbeit zu finden, welche topografisch an entferntem Ort und topologisch zwischen Kunst und Leben angesiedelt ist, fand Rolf Thiele nach jahrelanger Suche einen Ort in Südwestfrankreich, in der Gascogne. In Galan, einem kleinen Ort im Departement Hautes Pyrénées konnte die Idee als Objekt in der Kunst Gestalt finden, konkret gehandelt werden. Die Idee von Rolf Thiele, als Kunstwerk eine Art von Dach, einen Möglichkeitsraum für andere Kunstwerke vorbereitend anzubieten, wurde von ihm mit dem Namen AcadémieGalan bedacht. Das unter diesem Dach entwickelte Kunst-Projekt Das laotische Dorf will durch diesen Namen weder Programmatisches noch Nachzubauendes bezeichnen, sondern zuvorderst das Fremde, das Nicht-Passende zum Ausdruck bringen.

Der Begriff Dorf umfasst die Absicht, einen Ort für das Zusammenkommen zu schaffen und sich im Zusammenarbeiten, für eine Weile zusammenbleibend auseinander zusetzen. Ein Aspekt, der im Übrigen auch für die Académie zutrifft. Der Bau der Hütten, von Objekten, deren Ansammlung eine dorfähnliche Gemeinsamkeit aufweist. Ein Dorf ist ursprünglich im Gegensatz zur Stadt in seiner Struktur selten voraus geplant worden, sondern gewachsen. Es wächst hier als Bild von einem Dorf, als Kunstwerk Das laotische Dorf immer noch. Ein Performativ mit viel gründender Dinglichkeit, es gibt Häuser, Hütten, Garten und Landschaft. Dabei geht es im vorgenommenen Kunstwerk um ein Unbedingtes, um Experiment und Kommunikation.

Dieses Forschungs- und künstlerische Entwicklungsprojekt hat ebenso Anteile eines Studienprojektes, in welchem die Vermittlung und das Experiment in künstlerischen, ästhetischen Kommunikationsprozessen ausprobiert und untersucht werden.


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