Christiane Fichtner

Foto Christiane Fichtner 023

Biografie 023

Text: Manfred Hofmann
Ausstattung: Christiane Fichtner
Foto: Martin Wrede

 


Biografie 023


Biografie Christiane Fichtner
Geb. am 25.05.1974, als Tochter des Architekten Hans-Rudolf Fichtner aus Magdeburg und seiner Frau Ariane.
Hans-Rudolf Fichtner wurde 1944 als 2-Jähriger auf einem Bahnhof gefunden, vermutlich verlor er bei der Flucht aus Ostdeutschland seine Familie in den Wirren eines Bombenangriffs. Fichtner war Werkstudent und heiratete dann die Tochter seines ersten Arbeitgebers, die spätere Studienrätin Ariane Fichtner-Mayer. Der Großvater von Christiane Fichtner besaß das bekannte Bauunternehmen "Karl Mayer AG, Hoch- und Tiefbau", seine Ehefrau, Aurora Mayer geb. von Hartenfels, war eine bekannte anthroposophische Lyrikerin.


Schon früh musste sich Christiane mit dem Scheitern auseinandersetzen, der Tod des geliebten Großvaters, dann der Konkurs der Mayer AG, die Familie verlor ihr gesamtes Vermögen, und schließlich setzte der Vater seinem Leben selbst ein Ende.
Wenig später beendete Christianes älterer Bruder Stefan sein Philosophiestudium ohne Abschluss, er soll inzwischen als Ingenieur (FH) in einem kommunalen Wasserwerk arbeiten.
Auch Christianes ältere Schwester, Sabine, die nach einer Lehre als Schaufenstergestalterin Fotografin werden wollte, führte dies nicht zu Ende und arbeitet heute als Kinderfotografin für einen Kaufhauskonzern.


Schon früh entwickelte Christiane Fichtner den Wunsch, Künstlerin zu werden. Ein Fotografiestudium stellte sie auf Bitten ihrer Mutter zurück und studierte Wirtschaftsingenieurwesen, sie schloss bereits mit 23 Jahren dieses Studium erfolgreich ab.
Noch während ihrer Diplomarbeit bestand sie die Aufnahmeprüfung bei der Kunstakademie Karlsruhe. Gegen den Wunsch der Mutter begann Christiane Fichtner ihr Kunststudium, nur unterstützt von ihrer Großmutter.


Christiane Fichtner wechselte dann zur Kunsthochschule Düsseldorf, war Meisterschülerin bei Prof. Heinz Glaser, und ihre Arbeiten fanden sehr früh, insbesondere in Frankreich und den USA, große Beachtung. Sie begann eine Typologie Gescheiterter, vom Arbeitslosen bis zum geschassten Topmanager, um sich dann, völlig überraschend, der eigenen Befindlichkeit zuzuwenden: Es entstand ihre Arbeit "Fingerspuren".
Dies brachte ihr den endgültigen Durchbruch. Die angebotene Professur an der Kunstakademie in Karlsruhe lehnte Christiane Fichtner ab und zog sich auf eine Insel in der Irischen See zurück, dort fotografiert sie derzeit an einem geheimen Thema.
Christiane Fichtner ist für den Turnerpreis nominiert.

 

 

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