Ausstellungen ¬ Heftarchiv
Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus 2005
17. Bundeswettbewerb in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 25. Februar bis 28. März 2005
Christiane Fichtner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Foto Ausstellung
"Die Vorstellung vom Archiv als Ablagerung, als Sedimentation der Aktivitäten seines Trägers, individuell oder kollektiv, steht nicht nur der Auflösung von Meistererzählungen im Wege, sondern auch der unmittelbaren Bezugnahme des Archivs der Gegenwart. Wer in der Selbstarchivierung die Informationsträger als Spuren behandelt, präsentiert sie als an die Vergangenheit gebunden und trennt sie zugleich von Gegenwart und Zukunft. Spuren definieren sich sowohl über ihre zeitliche Distanz zu dem Ereignis, das sie hinterlassen hat, als auch in ihrer referenziellen Rückbezüglichkeit über ihre Distanz zur Gegenwart. Das einmal Gestaltete, Verwendete oder Aufgezeichnete ist um die Rettung der Erinnerung vor dem Vergessen bemüht. Man versteht ein Archiv als immer vom Vergessen aus profiliert.

Daneben erweist sich der Akt der Bewahrung aber immer auch als eine Form der Selbsthistorisierung.
Es bedarf einer Distanzierung gegenüber der eigenen aktuellen und nicht abgeschlossenen Praxis, um sie der Archivierung zu unterzeihen."

Beatrice von Bismarck aus dem Buch "Arena Archiv"
Prozesse und Räume künstlerischer Selbstarchivierung

© Foto Uwe Schmitz